U23 | Senkbeil schießt VfB II auf Platz zwei

Die U23 des VfB Friedrichshafen hat sich am letzten regulären Spieltag der Fußball-Kreisliga A2 vor der Winterpause auf Tabellenrang zwei verbessert. Dabei mussten sich die Hausherren auf dem Kunstrasen im Häfler Zeppelin-Stadion beim 2:1-Erfolg gegen die SpVgg Lindau mächtig strecken, weil man beinahe die komplette zweite Halbzeit in Unterzahl bestreiten musste. Wieder einmal hatte VfB-Spielertrainer Oliver Senkbeil für die Entscheidung gesorgt. Gleichzeitig hat die TSG Ailingen ihre erste Saisonniederlage hinnehmen müssen.

 

Die Nachricht von der 0:2-Niederlage des Herbstmeisters aus Ailingen beim TSV Schlachters machte unmittelbar nach Abpfiff am Sonntagnachmittag bereits die Runde und wurde in beiden Lagern unterschiedlich aufgenommen. Während Marco Mayer, Spielertrainer der SpVgg Lindau, von einer "verpassten Chance" und einer "doppelt bitteren Niederlage" sprach, nahm VfB-Spielertrainer Oliver Senkbeil die Niederlage des Spitzenreiters gelassen: "Unser Ziel war, mit einem Sieg in die Rückrunde zu starten. Was auf anderen Plätzen passiert, ist da erst einmal zweitrangig."

Dabei war von Beginn an zu spüren, dass beide Mannschaften voll auf Sieg spielen wollten. Lindau, weil man gerne den VfB auf Distanz gehalten und – wenn möglich – den Rückstand auf Ailingen verkürzt hätte und die VfB-Reserve, weil man Wiedergutmachung für die 1:6-Pleite im Hinspiel betreiben und die aktuell recht gute Verfassung bestätigen wollte. Dennoch war zunächst Lindau das aktivere Team und ging verdient durch Michael Riedesser, der eine Hereingabe von Reinhard Bergmann verwertete, in Führung. Die SpVgg verpasste es in dieser Phase jedoch, weitere Treffer nachzulegen. Kurz nachdem SpVgg-Spielertrainer Mayer verletzt runter musste (33.), glich Friedrichshafens U23 durch Martin Pawlowski sehenswert aus. Einen verunglückten Abstoß von Gästekeeper Alexander Koppers schlenzte die Nummer 15 ins lange Eck. Beinahe im Gegenzug hätte Lindaus Musa Gaye auf 2:1 stellen können, traf jedoch in Minute 36 nur den Außenpfosten.

Wie bereits in Halbzeit eins, war Lindau auch zu Beginn der zweiten Hälfte das aktivere Team und suchte immer wieder Gaye. Als dieser einem Steilpass hinterhersprintete, kam Timo Segelbacher beim Klärungsversuch zu spät: Eine Grätsche, ein Aufschrei, ein Pfiff – Rot wegen Notbremse (50.). Doch der Tabellenzweite machte nichts aus seiner Überzahl. Im Gegenteil, denn der VfB II kämpfte und ackerte. "Wenn du trotz Überzahl zehn bis 15 Prozent weniger machst und der Gegner eben diese Prozente mehr aus sich herauskitzelt, dann wird es ganz schwer", analysierte Marco Mayer, dessen Pendant Oliver Senkbeil in Minute 69 den Kunstrasen betrat und diesen um 16.20 Uhr als Siegtorschütze verließ. Denn in der 82. Minute sorgte der VfB-Spielertrainer höchstselbst für den 2:1-Heimerfolg. Dieser war unter dem Strich nicht unverdient, weil Lindau auch in seiner letzten Drangphase den Ball nicht über die Linie brachte. "Dass ich das Tor gemacht habe, ist mir relativ egal. Wichtig ist, dass wir es gemacht haben. Dass wir jetzt noch Zweiter geworden sind, setzt dem Ganzen die Krone auf. Jetzt haben sich meine Jungs eine schöne Winterpause verdient", sagte Senkbeil mit einem Lächeln.

VfB Friedrichshafen II - SpVgg Lindau 2:1 (1:1). – Tore: 0:1 Michael Riedesser (13.), 1:1 Martin Pawlowski (34.), 2:1 Oliver Senkbeil (82.), besonderes Vorkommnis: Rote Karte Timo Segelbacher (VfB, 50., Notbremse). – SR: Fabrice Butscher.

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