1. Mannschaft | Gebhard zieht dem FC Ostrach den Zahn

Fußball-Landesliga: FC Ostrach –VfB Friedrichshafen 0:3 (0:0). – Selten zuvor so zufrieden ist in dieser Punkterunde Christian Wucherer von einem Auswärtsspiel nach Hause gefahren. „Wir haben es zum ersten Mal in dieser Saison geschafft“, lobt der Friedrichshafener Trainer seine Mannen, „den Gegner zu kontrollieren.“ Und weil das perfekt geklappt hatte im Buchbühlstadion mit „dem Ball laufen lassen“, Ostrach erst gar nicht zum Zuge kommen zu lassen, ist nicht verwunderlich, dass die Gastgeber ihren berühmten Kampfgeist, „sie geben nie auf“ (Wucherer), nicht in die Waagschale werfen konnten. Und weil der VfB Friedrichshafen es am Sonntag erneut geschafft habe, „die Balance zu finden, in der Rückwärtsbewegnung“ präsent zu sein, hat die Elf vom Bodensee zum zweiten Mal in Folge – und damit auch beim heimstarken FC Ostrach – zu Null gespielt.

Ganz ohne Kopfschütteln ging es für Christian Wucherer aber in den 90 Minuten dennoch nicht. Nach den ersten „20 guten Minuten“ habe seine Mannschaft mal wieder den „typischen VfB“ gezeigt, den spielerischen Faden verloren. Denis Nikic und Sascha Hohmann hätten die Nerven ihres Trainers zwar beruhigen können, sie trafen aber nicht. Torspieler Heiko Holzbaur dafür verhinderte mit zwei starken Paraden eine höhere Herzfrequenz seines Coaches. Entsprechend „gerecht“ hat Christian Wucherer denn auch das torlose Remis zu Pause gesehen.

Nach Wiederanpfiff änderte sich das Geschehen auf dem Platz. „Gefühlte 80 Prozent Ballbesitz“ wurden früh ins 1:0 umgemünzt. „Ostrach ist nicht mehr zum Zug gekommen“, sagte Wucherer, und nach dem 2:0 durch den kurz zuvor eingewechselten Gebhard war der Zahn gezogen. „Nach hinten heraus“ hätte der VfB Friedrichshafen noch das eine oder andere Tor mehr machen können. Aber am Ende war Christian Wucherer mit dem Resultat und den 65 Minuten „sehr guten Fußball“ zufrieden. – Tore: 0:1 (47.) D. Di Leo, 0:2 (72.) Gebhard, 0:3 (80.) Gebhard. – Schiedsrichter: Bailer. – Zuschauer: 250.

VfB Friedrichshafen: Holzbaur, Heimgartner, Metzler, U. Tuncay, Strom, N. Di Leo, Hohmann, Nikic, Weissenbacher (67. Gebhard), Schmitz (46. Abadzic), D. Di Leo (82. Genua).

 

(Quelle: Südkurier 16.10.17)

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