1. Mannschaft | Der VfB kommt der Relegation näher

Der VfB Friedrichshafen hat beim SV Oberzell einen ungefährdeten 4:1-Sieg eingefahren. Mit einer Fünferkette verfolgte das Oberzeller Trainerteam, aus dem Co-Trainer Oliver Wittich vor der Partie verabschiedet wurde, das Ziel, die Räume für die VfB-Offensive so eng wie möglich zu machen. Das ging zu Lasten des eigenen Offensivspiels: Florian Lotthammer als einzige Spitze bekam kaum einmal verwertbare Zuspiele.

Friedrichshafen war das spielbestimmende Team und hatte in der zehnten Minute nach einem Eckball den ersten Abschluss, der aber über das Tor ging. Eine Minute später flankte Nico Di Leo flach von rechts, Sascha Hohmann schoss im Zentrum knapp vorbei. Von Nico Di Leo ging auch die nächste gefährliche Szene aus: Diesmal flankte der Außenverteidiger hoch über den Fünfmeterraum hinweg. Denis Nikic legte den Ball Hohmann im Zentrum vor die Füße, der Torjäger staubte ab zum 1:0. In der 32. Minute scheiterte Marian Pfluger aus der Distanz an der Latte – und in der 36. Minute war die Abwehr des SVO zum zweiten Mal ausgehebelt: Ein Steilpass von Ralf Heimgartner und Hohmann trifft halbhoch zum 2:0 für den VfB.

Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit hatten die Oberzeller erste Möglichkeiten. Erst versuchte es Dominik Boos nach Ablage von Lotthammer aus der Distanz. Dann hatte Lotthammer selbst nach einem Fehler von VfB-Verteidiger Michael Metzler die Chance, schoss aber im Laufduell mit Ugur Tuncay drüber.

Die Oberzeller wechselten nach der Pause doppelt und stellten auf das gewohnte 4-2-3-1 mit Marco Geßler als Spitze um. Die Friedrichshafener schafften es nicht, an die Souveränität der ersten Halbzeit anzuknüpfen, kamen aber dennoch zum 3:0: Oberzells Pascal Weiß bekam in der 58. Minute einen Abschluss von Harun Toprak an die Hand, Hohmann verwandelte den Elfmeter sicher. Der SVO blieb offensiv harmlos – als sich die VfB-Defensive einen kollektiven Fehler leistete, spitzelte Fabio Maucher die Kugel aber zum 1:3 ins Tor. Mehr kam jedoch nicht – nach einem Konter und Zuspiel von Toprak gelang Heimgartner in der Nachspielzeit noch das 4:1.

Oberzell muss in Kißlegg siegen

„Bei den ersten beiden Gegentoren haben wir uns doof angestellt“, ärgerte sich Oberzells Trainer Achim Pfuderer darüber, dass es die Fünferkette nicht dauerhaft schaffte, die Räume eng zu halten. „Auf der anderen Seite hatte der VfB aber auch nicht mehr als diese beiden Chancen. Aber sie haben ihre Möglichkeiten genutzt, wären wir unsere beiden durch Florian Lotthammer und Dominik Boos liegen gelassen haben.“ Insgesamt musste Pfuderer aber die Überlegenheit der Friedrichshafener anerkennen: „Das war ein enttäuschender Tag – wir haben uns mehr ausgerechnet.“

Nach der Niederlage gegen den VfB ist für den SV Oberzell der Klassenerhalt nur noch über den Umweg Relegation möglich. Immerhin: Weil Nachbar SV Kehlen mit einem 5:1-Sieg gegen den SV Dotternhausen Schützenhilfe leistete, können die Oberzeller den Relegationsplatz aus eigener Kraft erreichen. Dotternhausen spielt noch in Ostrach, der SVO in Kißlegg. „Sobald wir wechseln, gibt es einen Bruch in unserem Spiel – das war nicht das erste Mal in der letzten Zeit“, kritisierte VfB-Spielertrainer Daniel Di Leo. Dennoch konnte er sich über einen letztlich ungefährdeten Sieg freuen – und eine sehr gute Ausgangsposition im Kampf um Platz zwei: Am letzten Spieltag reicht den Friedrichshafenern ein Punkt gegen Absteiger FV Altheim, um in die Relegation einzuziehen.

(Quelle: Schwäbische Zeitung)

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