1. Mannschaft | Chance genutzt

Mit einem 3:1-Sieg gegen den FV Ravensburg II hat sich der VfB Friedrichshafen in der Fußball-Landesliga zurück in die Erfolgsspur gebracht und bleibt weiterhin dicht dran an Tabellenführer Albstadt. Gegen Ravensburg gelang es dem VfB jedoch erst in den letzten 20 Minuten, das Spiel für sich zu entscheiden. "Es wurde sehr hart gearbeitet", fasste Friedrichshafens Spielertrainer Daniel Di Leo die Partie anschließend zusammen. "Das Spiel stand eine lange Zeit auf der Kippe. Dann haben wir zum richtigen Zeitpunkt eben zwei Tore gemacht und deshalb auch verdient gewonnen."


Ein bisschen enttäuscht zeigte sich dagegen FV-Trainer Fabian Hummel. Mit 19 Punkten nach 15 Spielen rutschen die Ravensburger – jetzt punktgleich mit dem SV Kehlen – auf den achten Tabellenplatz ab. Die Punkteausbeute spiegle dabei jedoch nicht unbedingt die Spiele wider, sagt Hummel – auch nicht das gegen den VfB Friedrichshafen. "Der VfB ist eine Spitzenmannschaft und gehört spielerisch sicherlich zu den stärksten der Liga. Aber wir haben gut mitgehalten. Das Spiel hätte auch andersrum ausgehen können." Die größte Schwäche seines Teams sei sie Chancenauswertung. "Gerade in der zweiten Halbzeit hatten wir ein paar Hundertprozentige. Die müssen wir in so engen Spielen wie diesem oder auch in der vergangenen Woche gegen Mengen eben machen."

Weniger Probleme mit der Chancenauswertung hatte der VfB Friedrichshafen. Wieder einmal gingen zwei der drei Tore auf das Konto der Familie Di Leo. Zum 1:0 in der 22. Minute traf der Spielertrainer höchstpersönlich ins lange Eck nach Vorarbeit von Denis Nikic. In der 72. Minute traf schließlich sein kleiner Bruder Nico Di Leo. "Er hat davor zwei Dinger liegenlassen. Ich hab ihm dann gesagt, dass ich mir das nicht noch ein weiteres Mal anschaue. Und dann hat es geklappt", so Daniel Di Leo.

Das dritte VfB-Tor in der 81. Minute geht auf das Konto von Sascha Hohmann, wenngleich auch hier ein Di Leo seine Finger im Spiel hatte – besser gesagt sein Knie, das den Ball, den Hohmann aus halbrechter Position mit links geschossen hatte, abfälschte. "Das war ein bisschen Glück", gibt Di Leo zu. "Ich wollte eigentlich wegspringen, war aber nicht schnell genug."

Zwischenzeitlich hatte der FV nach einem Eckball kurz vor der Halbzeitpause zum 1:1 ausgleichen können. Den ersten Angriff konnte VfB-Torwart Heiko Holzbaur noch abwehren, der 21-jährige Tim Lauenroth machte sich dann aber die unübersichtliche Situation im Strafraum zunutze und traf zum 1:1.

Ein weiteres Tor sollte dem FV nicht mehr gelingen. Dabei wäre durchaus was drin gewesen für die U23 von Fabian Hummel. "Die zweite Halbzeit war eigentlich so ausgeglichen wie die erste. Der VfB hatte vielleicht etwas mehr Spielanteil, aber wir hatten die besseren Chancen", so Hummel. "Wir hätten locker in Führung gehen können, vielleicht sogar müssen."

Für Hummel war das Mentale am Ende entscheidend. "Das 1:2 war ein Rückschlag, nach dem 1:3 hatten wir ein Motivationsproblem." An der Qualität seiner Mannschaft liege es zumindest nicht. "Die Chancenauswertung ist eine Kopfsache, das werden sie noch lernen. Deshalb glaube ich, dass wir in der Rückrunde stärker sein werden."

(Quelle: Schwäbische Zeitung)

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