1. Mannschaft | 45 Minuten Spektakel am Bodensee

 In der Fußball-Landesliga haben sich der VfB Friedrichshafen und Olympia Laupheim am Samstag 3:3 getrennt. Die ersten 45 Minuten waren ein großes Spektakel. Danach verflachte die Partie. Olympia hatte in Hälfte zwei in Unterzahl die besseren Chancen zum Sieg.

„Wer das Spiel VfB Friedrichshafen gegen Olympia Laupheim nicht live verfolgt hat, der hat etwas verpasst“, sagte Laupheims Trainer Hubertus Fundel. Die etwa 150 Zuschauer saßen kaum auf der Tribüne des Zeppelinstadions, da machte Simon Hammerschmied seinem Namen alle Ehre. Er hämmerte einen Ball ins VfB-Tor (1.). Nur 120 Sekunden später jubelte der VfB. Ralf Heimgartner, der vom FV Ravensburg nach sieben Jahren zum VfB zurückgewechselt ist, bediente mit einem feinen Lob Sascha Hohmann und der ließ Laupheims Torhüter David Wiget keine Chance. „Das war ganz klar Abseits“, meinte Fundel.

 

Gäste machen weiter Druck

Das 1:1 spielte dem VfB nicht in die Karten. Es waren die Gäste, die weiter für Gefahr sorgten. Nico Di Leo musste zweimal gegen Didier Nguelefack retten (10.). Zu spät kam die gesamte VfB-Abwehr als Ivan Vargas Müller per Kopf Robin Biesinger bediente und dieser unbedrängt einschoss. Und danach wurde es richtig knifflig. Philipp Fischer köpfte einen Ball zu schwach zu seinem Torhüter, Daniel Di Leo erlief ihn und dann gab es einen Kontakt zwischen Di Leo und Wiget. „Mein Torwart kann sich nicht in Luft auflösen. Daniel Di Leo springt in ihn hinein“, meinte Fundel. Der Unparteiische Gaetano Falcicchio sah es anders und zeigte Olympias Torhüter die Rote Karte. Thomas Zak kam, Stürmer Didier Nguelefack musste weichen.

Und die „Show“ ging weiter. Vargas Müller hatte am 16-Meter-Raum den Ball, wollte ihn nach innen spielen, doch Dominik Delimar stoppte ihn. Für den Schiedsrichter mit der Hand. Vargas Müller verwandelte den Handelfmeter souverän zum 3:1. Es ging munter weiter. Nun kamen die 15 starken Minuten des VfB. Einen zu kurzen Abschlag von Zak spielte Daniel Di Leo in den Lauf von Hohmann, fertig war das 2:3 (36.). Kurz vor der Pause vollendete Ibrahim Tuncay eine tolle Kombination über Heimgartner und Joshua Merz zum 3:3.

„In der Pause habe ich meiner Mannschaft gesagt, dass sie von Beginn an mutig und entschlossen nach vorne spielen sollen, um Laupheim zu Fehlern zu zwingen“, sagte VfB-Trainer Christian Wucherer. Irgendwie hatte seine Mannschaft aber die Worte nicht verinnerlicht. Laupheim zeigte auch in Unterzahl eine taktische Meisterleistung und setzte immer wieder gefährliche Nadelstiche. Nach einem tollen Sololauf von Simon Hammerschmied köpfte Vargas Müller den Ball ans Kreuzeck (Latte/Pfosten).

Auch Julian Haug hätte das 4:3 machen müssen. Einen Eckball von Hammerschmied köpfte er knapp vorbei (70.). Und nur fünf Minuten später setzte Vargas Müller einen weiteren Kopfball aufs VfB-Tor. Und wo waren die VfB-Chancen in Überzahl? Zwei Schüsse kamen aufs Tor von Olympia, zweimal hatte Zak keine Mühe. Nur einmal hatte er Glück, als er einen Ball in die Füße von Daniel Di Leo spielte, doch weder er noch Joshua Merz konnten daraus Kapital schlagen.

„Die Pause kam zu früh für uns. Wir haben danach unseren Rhythmus verloren“, sagte Wucherer. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Alle haben eine tolle Partie abgeliefert“, meinte Fundel.

VfB Friedrichshafen - Olympia Laupheim 3:3

Tore: 0:1 Simon Hammerschmied (1.), 1:1 Sascha Hohmann (3.), 1:2 Robin Biesinger (18.), 1:3 Ivan Vargas Müller (27., Handelfmeter). 2:3 Hohmann (36.), 3:3 Ibrahim Tuncay (44.) - Zuschauer: 150 - Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Laupheims Torhüter David Wiget wegen Notbremse (22.)

VfB: Holzbaur, Heimgartner (7., Danckert), Weissenbacher, Schmitz (46., Strom), Nico Di Leo, Hohmann, Daniel Di Leo, Delimar, Merz, Metzler, Ibrahim Tuncay (75., Marte)

Laupheim: Wiget, Haug, Fischer, Wesolowski, Bollinger, Vargas Müller (75., Dilger), Schrode (89., Topolovac), Biesinger, Nguelefack (22., Torhüter Zak), Hegen, Hammerschmied (87., Laub)

(Quelle: Schwäbische Zeitung)

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